#AMSgate – eine Chronik

Es wird unübersichtlich – insbesondere für Interessierte, die erst jetzt vom Thema hören und sich ein Bild machen wollen. Dies ist ein Versuch, die Chronologie der Ereignisse rund um den Elektroauto-Test in der „auto motor und sport“ komprimiert zusammenzufassen.

Wie alles begann

AMS: Elektroautos im HärtetestIn der „auto motor und sport“ (AMS) 16/2014 wurde ein groß aufgemachter Bericht präsentiert zum Thema „E-Autos im Härtetest“ (seit 27.08.2014 online abrufbar). Inhaltlich wollte die Redaktion herausstellen, dass Elektroautos mehr als Verbrenner mit widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen haben und sich dadurch auch die Reichweite verkürzt. Diese Tatsache ist unbestritten und resultiert daraus, dass insbesondere im Heizbetrieb keine „Abfallwärme“ vom Motor genutzt werden kann und sich die Leistungsaufnahme der Akkus im Winter aus chemischen Gründen etwas reduziert.

Die Gemüter in der E-Mobility-Szene erhitzten sich im Wesentlichen daran, dass über einen in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd neu entwickelten Labortest sowie kurzen Testfahrten in Boxberg mögliche Reichweiten nur rechnerisch ermittelt wurden, die jeglicher Praxiserfahrung von Elektroauto-Nutzern entgegenstehen.

Quelle: AMS 16/2014 E-Auto-Reichweitengrafik

Quelle: AMS 16/2014 E-Auto-Reichweitengrafik

In einer Grafik werden im oberen Bereich die möglichen Maximalreichweiten bei Tempo 120 km/h im Sommer dargestellt. Im Zeitungsartikel ist an vielen Stellen von 23°C die Rede. Insbesondere Tesla Model S Fahrer berichten darauf hin von regelmäßig deutlich über 300 km Reichweite, die sie im normalen Betrieb auf der Autobahn bei diesen Geschwindigkeiten erzielen. Aber auch der Nissan Leaf und smart ed wird anscheinend deutlich schlechter dargestellt als es die Praxiserfahrungen zeigen.

Der ursprüngliche AMS-Artikel inkl. einiger Grafiken wurde zusammengefasst bei T-Online veröffentlicht: So lange halten Elektroautos wirklich durch

Erste Reaktionen

Die „Tesla-Fahrer und Freunde“ im TFF-Forum sind über den aus ihrer Sicht völlig falschen Bericht erregt und diskutieren intensiv im Forum.

Lars Thomsen, bekannter Zukunftsforscher und überzeugter Model S – Fahrer, bietet Alexander Bloch als Redakteur der AMS eine Wette an: „Fahrt der beiden auf einer süddeutschen Autobahn mit Tempo 120 km/h, um eine höhere Reichweite zu beweisen.“ Als Wetteinsatz bietet Lars Thomsen seinen neu bestellten Tesla Model X im Wert von rund 120.000 EUR an, als Gegeneinsatz wünscht er sich als Richtigstellung einen weiteren AMS-Artikel, sollte die Reichweite höher sein als 184 km. Zuerst nimmt Herr Bloch die Wette an, zieht einige Tage später aber wieder zurück „wegen Compliance-Bedenken bei der AMS“. Zusätzlich kommt heraus, dass einige mutmaßliche Tesla-Fahrer „unter der Gürtellinie“ den TÜV Süd und die AMS angegangen sein sollen und das der eigentliche Grund für die Absage sei.

Die #AMSWette von Hilden

IMG_20140823_132341Nach der Absage der Wette beschließen die TFF-Nutzer, dass ein Praxistest unter Alltagsbedingungen mit mehreren Model S durchgeführt werden soll, um auf diesem Weg realistischere Zahlen zu kommunizieren. Innerhalb von knapp 14 Tagen wird das Event am „Ladepark Hilden“ bei „Ihr Bäcker Schüren“ geplant, so dass am Samstag, 23.08. ganze 39 Elektroautos an der Challenge teilnehmen und weitere 30 Fahrzeuge vor Ort zum Testen und Anfassen bereit stehen. Zur Veranstaltung wird rechtzeitig die Presse eingeladen, ebenso ergeht eine explizite Einladung an die Redaktion der „auto motor und sport“. Mehr Details zu diesem Tag im Nachbericht „Reichweite von Elektroautos im Praxistest“ sowie im Live-Ticker des Tages.

IMG_20140823_163042Die Ergebnisse bestätigen die Vermutungen der E-Auto-Fahrer: in der Praxis liegen die Reichweiten der getesteten Fahrzeuge deutlich über den Daten in der AMS-Grafik.

Vor Ort sind TV-Journalisten von ZDF und WDR, der Deutschlandfunk sowie lokale Medien. Die AMS ist leider nicht dabei.

Erste Berichterstattung vom 23.-25.08.

Bis ins „heute journal“, „Volle Kanne“ und „Drehscheibe“ gelangt im ZDF das Event. Im einzelnen hier die Links:

TV:
Radio:
Printmedien:
 Blogs:

„Info-Bruchstücke“ von der AMS

Parallel zur Veranstaltung und direkt danach kommen einige neue Details zu den Testbedingungen heraus, die zu der Sommergrafik mit den niedrigen Reichweiten geführt haben sollen. Wer hier wie woher welche Informationen erhalten hat, lässt sich kaum noch ermitteln. Im TFF-Forum wird es jedoch zusammengefasst für die Tesla-Testfahrt mit diesen wesentlichen Aussagen dargestellt:

  • Mit Fahrtbeginn wurde das Auto von 30 auf 20 Grad heruntergekühlt. (30°C tauchen im Printbericht nicht auf)
  • Gesamt wurden 31 km gefahren.
  • Es wurden 14,26 kWh nachgeladen und daraus der Verbrauch von 46 kWh/100km hochgerechnet.
  • Die Ladung erfolgte per Schuko mit (geschätzt) 10A, also mit 2,3 kW und dauerte deshalb ca. 6 – 7 Stunden. Dazu kommt noch das Balancing, falls auf 100% geladen wurde.
  • Die theoretische Reichweite wurde errechnet unter der Annahme(!!!), dass eine Vollladung mit Ladeverlusten 85 kWh ab Stromzähler benötigt: 85/46 * 100 km = 184 km!

In dieser Vorgehensweise, so sie denn tatsächlich so stattgefunden hat, sind mehrere deutliche Verfahrensfehler, die zwingend dazu führen, dass die Berechnung zu einem falschen Ergebnis führen muss.

2014-08-26 20_59_38-auto motor und sport-Facebook-Antwort-25-08Zusätzlich kommuniziert die AMS einen inhaltlich ebenfalls deutlich fehlerhaften Beitrag bei Facebook, der seit 26.08. abends nicht mehr sichtbar ist, da dort die bisherige Sichtbarkeit aller Beiträge von Dritten deaktivert wurde (Stand 27.08./10:00 Uhr)

Ein weiterer User im TFF-Forum beschreibt die Testbedingungen des smart ed nach angeblicher Aussage eines AMS-Redakteurs:

  • Ladezustand 100%
  • Auto war bei Messbeginn von der Sonne aufgeheizt
  • Außentemperatur von ca. 29° C
  • Klimaanlage auf 20°C eingestellt
  • Fahrlicht eingeschaltet
  • gestartet mit maximaler Beschleunigung (Kickdown)
  • etwas über 120 km/h laut GPS-Messung gefahren, um eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h zu erreichen
  • 31 km Fahrtstrecke auf dem Oval, angehalten bei „etwas unter 50%“ SOC Ladezustand laut Anzeige
  • nachgeladen wurden 12,75 kWh an 230V Schuko auf 100% Ladezustand
Quelle: Yellow/TTF-Forum

Quelle: Yellow/TTF-Forum

Auch hier sind mehrere Faktoren für die falschen Berechnungsergebnisse der Printgrafik maßgeblich: ein anfänglicher Einmaleffekt bei der Klimaanlage bis zum Erreichen der 20°C sowie die übermäßige Einrechnung von Ladeverlusten (man muss insbesondere kurz vor 100% Akkuenergie deutlich mehr Energie aus der Steckdose entnehmen als im Akku ankommt).

Kritik am Testverfahren der AMS

Im Wesentlichen gibt es zwei Kritikpunkte.

1. Die Umsetzung des Tests ist mit absolut konstanter 120 km/h Fahrweise auf deutschen Autobahnen gar nicht möglich. Selbst am Testtag in Hilden mit freien Autobahnen und Tempomat auf 120 km/h ist die tatsächliche Durchschnittsgeschwindigkeit im fließenden Verkehr immer 10-15% niedriger. Es werden von der „auto motor und sport“ somit rein theoretische Messergebnisse präsentiert, die im täglichen Leben niemals vorkommen können.

2. Die vermuteten erheblichen Methodenfehler durch eine falsche Hochrechnung der kurzen Fahrtstrecken führen zu einem deutlich zu schlechtem Ergebnis. Die Last der Klimaanlage wird dabei überbewertet, beim Nachladen des Akkus werden falsche Annahmen getroffen und die eingerechneten Ladeverluste haben nichts mit der Reichweite einer Batterie zu tun.

Quelle: Ralf Wagner, elweb.info

Quelle: Ralf Wagner, elweb.info

All das führt inhaltlich zu einer unzutreffenden und schlechteren Darstellung der getesteten Elektroautos. Es stellt sich die Frage, was ein AMS-Test wert ist, der von der Praxis so weit entfernt ist. Deshalb wurde der Praxistest von Hilden durchgeführt.

Beginn eines #AMSgate?

26.08.2014

Abends veröffentlicht die AMS eine Pressemitteilung, in der sie trotz zahlreicher Hinweise aus den Internet-Beiträgen weiter auf Ihren Berechnungsgrundlagen besteht. Eine Klarstellung der verwendeten Testparameter, der Hauptkritikpunkt der Akteure, wird leider nicht vorgenommen.

Der als rüde empfundene Text wird heiß im Forum, bei Facebook und anderen Stellen diskutiert. Kritik am Stil der Pressemitteilung und an der Art des Kommunikation wird laut. Auf der Facebook-Seite der „auto motor und sport“ wird die Sichtbarkeit von Beiträgen Dritter abgeschaltet, die bis dahin aktiv war, so dass die dort aufgelaufenen kritischen Beiträge und die AMS-Antworten nun nicht mehr sichtbar sind.

Andere Medien greifen noch am Abend den Streit zwischen E-Auto-Fahrern und AMS auf und berichten darüber.

Am späten Abend des 26.08. kommt ein kurzer Twitter-Austausch zwischen Alexander Bloch und E-Auto.TV zustande. Er verspricht die Weitergabe aller Testparameter für die kommende Woche (da er zur Zeit auf dem Weg nach Asien ist). Wir werden sehen…

27.08.2014

Weitere Berichte gehen online, auch wenn teilweise nur die Pressemitteilung der AMS zitiert wird. Aber es kommt auch zu kritischen Auseinandersetzungen.

Am Nachmittag des 27.08. wird der Original-Bericht der AMS jetzt auch auf deren Website veröffentlicht. Bis dahin waren diese Infos nur über persönliche Netzwerke und private Scans zu erhalten:

28.08.2014

Auf der Facebook-Seite der „auto motor und sport“ sind die Beiträge Dritter weiter seit 26.08. deaktiviert. Nur die von der ams selbst produzierten Nachrichten sind sichtbar und kommentierbar.

Gestern Abend und heute eingestellte Kommentare unter dem gestern veröffentlichten Original-ams-Artikel befinden sich immer noch „in Moderation“ (17:00 Uhr). Also auch hier ein Maulkorb für die Leser, um kritische Anmerkungen zu unterbinden.

Ein Highlight des Tages ist eine neue, wichtige fachliche Komponente in der andauernden Diskussion. „Tachy“ hat die Daten der „auto motor sport“ schlicht mit den Gesetzen der Physik durchgerechnet und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Aber so geschrieben, dass auch jeder Laie dem Inhalt folgen kann:

29.08.2014

#amsgate kommt in der breiten Leserschaft an:

Einige Kommentare unter dem Original-Beitrag auto motor und sport: 6 Modelle im Härtetest wurden jetzt anscheinend freigegeben. Die mir bekannten abgegebenen Kommentare mit kritischeren Anmerkungen sind nicht sichtbar:

AMS-Disqus-02    AMS-Disqus-01   

30.08.2014

Am Samstag Nachmittag wird ein neuer (unverfänglicher) Kommentar unter dem ams-Beitrag freigegeben. Die kritischeren Aussagen bleiben zensiert.

31.08.2014 (ergänzt 05.09.)

Das Interview mit Lars Thomsen zur AMSWette geht bei YouTube online. Die Zugriffe auf diese Seite sind nach wie vor sehr groß. Das Thema verbreitet sich und wird in einigen weiteren Foren und unter Artikeln kommentiert. Hier eine (sicher unvollständige) Übersicht:

01.09.2014
02.09.2014

Beim ruhrmobil-E Netzwerktreffen in Essen wird die #AMSWette ausführlich unter mehr als 40 Teilnehmern diskutiert.

03.09.2014

Eine weitere Nachbetrachtung von „endurance“ zum Treffen geht online. In der ams 19/2014 wird kurz zum Nachtest Stellung bezogen, leider ohne den Mut bei „mehr dazu online“ auch auf dieses Blog zu verweisen. Der versuchte ergänzende Kommentar dazu unter dem Online-Artikel wird erneut zensiert und „wegmoderiert“.

   AMS-19-2014

08.09.2014

Alle warten auf den geplanten Nachtest am 12.09., entprechend ist es in den letzten Tagen deutlich ruhiger in den Diskussionen geworden. Das wiederum dürfte beiden Seiten gut tun.

Heute nun wird das Thema in einem Artikel bei „motor-talk.de“ aufgegriffen und dort auch in den Kommetaren diskutiert: „Der Streit um die Reichweite.

09.09.2014

Nun greift auch der „bsm – Bundesverband solare Mobilität“ die #AMSWette auf in einem „Kommentar zum Härtetest der AMS und den Reaktionen„: „Die meisten E-Mobilisten sind über ihre Fahrzeuge so glücklich, dass sie beim dem Thema gleichsam aufblühen. Mit anhaltendem medialen Interesse werden sich immer mehr Menschen wünschen, ebenso glücklich zu werden.

10.09.2014

Bis nach Schweden hat es diese Geschichte zwischenzeitlich geschafft, weil die „schwedische ams“ den Artikel (abgeschwächt) übernommen hat. Ein per Google übersetzter Kommentar des Tesla Club Schweden. Viel spannender ist jedoch, dass die ams Schweden nur zwei Tage später sachlich und fachlich angemessen reagiert hat, ebenfalls einen Wiederholungstest ankündigt und das deutsche Testverfahren kritisiert: „AMS Pudel„.

12.09.2014

Die vereinbarten Bedingungen des heutigen Nachtests in Boxberg sind veröffentlicht: Ein Model S fährt die kurze 31-KM Distanz zur genauen Testwiederholung, ein Model S und ein BMW i3 fahren von 100% auf 0 km Restreichweite bzw. bis 120 km/h konstant nicht mehr gehalten werden kann. Einmal Fahrerwechsel, immer ein Beifahrer seitens des TFF e.V.

Fotos vom Event wird es nicht geben, da auf dem Testgelände auch geheime Prototypen unterwegs sind. Das geht soweit, dass sogar Handykameralinsen versiegelt werden. Entgegen erster Ankündigungen wird daher wohl auch kein TV-Team vor Ort sein.

Ergebnisse erst einmal nur per Link:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/tesla-s-im-nachtest-258-km-reichweite-bei-120-km-h-und-13-grad-8612751.html

http://www.tff-forum.de/viewtopic.php?f=7&t=4376&start=30

 

 

[Dieser Beitrag wird regelmäßig erweitert, wenn wesentliche neue Fakten hinzukommen.]

Kommentare (plattformübergreifend)

Das Brot des Künstlers ist der Applaus, das Brot des Bloggers ist (D)ein Kommentar. Und...? Wie war dieser Artikel?

 

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Reichweite von Elektroautos im Praxistest | E-Auto.TV

  2. Was ist da los? Die ams schreibt:
    »auto motor und sport hat dem Verein „Tesla Fahrer und Freunde“ zudem angeboten, den Test in Boxberg zu wiederholen. Eine Antwort steht noch aus.«
    Wirklich?
    Sehr schick ist auch der Schluss:
    »Tesla ist auf das Angebot zur Wiederholung des Tests bislang nicht eingegangen. Im Gegenteil hat Tesla angekündigt, der Redaktion bis auf weiteres keine Testwagen mehr zur Verfügung zu stellen. „Wenn Tesla damit Druck auf auto motor und sport ausüben will, um Testergebnisse zu beeinflussen, so werden wir diesem nicht nachgeben“, betont Chefredakteur Katemann. „Wir werden weiterhin Autos nach zuvor festgelegten Standards mit unserem Partner, dem TÜV Süd, auf Herz und Nieren testen. Wir geben weder dem Druck von Herstellern, noch von Autofans nach, die offenbar nicht tolerieren können, wenn ihr Auto in einem Test Schwächen zeigt“, so Katemann.«
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass es eine solche Aussage von Tesla gibt, wenn ich mir die sonstige Unternehmenskommunikation vor Augen halte. Man kann den Text übrigens auch so verstehen: „Wir werden weiterhin schreiben, was wir wollen, egal ob es realistisch und nachprüfbar ist. Telsa kann uns mal.“
    Nun gut. Die ams hat Farbe bekannt. Niemand muss sie kaufen. Schade ist nur, das nun Scharen von Uninformierten mit neuen Vorurteilen rumlaufen und die Durchsetzung der E-Mobilität in D damit einen heftigen Rückschlag erlitten hat (was ganz im Sinne der Erfinder sein dürfte).

  3. Chefredakteur Katemann. “Wir werden weiterhin Autos nach zuvor festgelegten Standards mit unserem Partner, dem TÜV Süd, auf Herz und Nieren testen. Wir geben weder dem Druck von Herstellern, noch von Autofans nach, die offenbar nicht tolerieren können, wenn ihr Auto in einem Test Schwächen zeigt”, so Katemann.«

    Mein Kommentar dazu:

    Die Testergebnisse vom TÜV Süd stehen auch nicht im Fokus der Kritik und reihen sich, mit 242km im Winter sowie 342 im Sommer, im Rahmen der erfahrenen Reichweiten ein. Dass diese Reichweiten bei entsprechender Fahrweise noch übertroffen werden können ist allen Tesla-Fahrern klar, geben aber einen guten Anhalt für die Alltagstauglichkeit. Leider hat der TÜV Süd versäumt auch einen populären Verbrenner als Vergleich in die Tests einzubeziehen, um die Ergebnisse wirklich vergleichbar zu machen.

    Wirklich kritisiert wurde nur die Aussage, die Reichweite im Sommer bei konstant 120km/h sei nur 184km möglich sowie die sicherlich zu hinterfragenden Testbedingungen die zu dieser Aussage führten.

    Aber AMS will das Ergebnis bis Mitte September, in Anwesentheit von Lars Thomsen, im Bosch Prüfzentrum Boxberg verifizieren.

    Eberhard Mayer (160.000km Tesla Roadster, 90.000km Tesla Model S)

  4. Erst mal herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank zu Euren Aktionen. Der Bericht über Euren Praxistest war die Basis für meine Entscheidung, ein E-Auto zu kaufen und heute bin ich stolzer Besitzer einer Renault ZOE.

    Zu meiner Arbeitsstelle kann ich entweder vorwiegend auf Landstraßen mit diversen Ortsdurchfahrten (42km einfach) oder über Autobahnen und mittleren Ring in München (52 km einfach) fahren. Für eine Hochrechnung hatte ich die Autobahnkilometer mit 120km/h angesetzt und alle anderen Straßen mit 90km/h.

    Meine Vorschau ergab folgende Werte jeweils nach Hin-und Rückfahrt:
    Alternative Autobahn: 20% Restkapazität
    Alternative Landstraße: 30% Restkapazität

    In der Praxis habe ich bei Temperaturen zwischen 0 und 10°, eingeschalteteter Heizung, Dauer-Licht, Radio und teilweise Scheibenwischer tatsächlich folgende Erfahrungen gemacht:
    Autobahn: 25% Restkapazität
    Landstrasse ohne ECO-Modus: 33% Restkapazität
    Landstraße im ECO-Modus: 40% Restkapazität

    Unterm Strich heißt das für mich, dass im Alltagsbetrieb mit der ZOE sogar noch bessere Werte zu erzielen sind als sich durch die Hochrechnung auf Basis Eures Tests ergeben haben.

    Dieser Test war das Beste, was mir bei der Suche nach meinem neuen Auto über den Weg gelaufen ist. Da kann AMS schreiben, was sie will.

    Vielen Dank dafür!

  5. Lieber Herr Neumann!

    Es braucht mehr Leute wie Sie auf dieser Welt, die die Vorurteile gegenüber Elektrofahrzeugen hinter sich lassen und über den eigenen Schatten springen.

    Gratulation zum ZOE, ich fahre selbst einen (Intens).

    Ihr Beitrag / Kommentar hier war für mich Anlass, dies (natürlich ohne Ihren vollständigen Namen) auf Facebook bzw. meinem Blog auf Facebook zu posten.

    Ich wünschte, es würden mehr Leute sich trauen und zu derselben Erkenntnis kommen, wie Sie!

    🙂

    LG
    Stefan

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  1. […] Die Veranstaltung wird seit 26.08. in einigen weiteren Medien aufgegriffen, die nun von der Auseinandersetzung zwischen “auto motor und sport” und den Elektroauto-Fahrern berichten. Die aktuellen Entwicklungen dazu gibt es in einem eigenen Beitrag hier : #amsgate – Eine Chronik […]